Barbara Friedenberg schildert ihr turbulentes, chaotisches, aber auch überaus interessantes Leben, in dem es viele ungewöhnliche Ereignisse gab. Als streng preußisch-evangelisch aufgewachsenes Flüchtlings- und Waisenkind hatte sie leider umständehalber eine sehr traumatische Kindheit und Jugend, deren Folgen sich wie ein roter Faden durch ihr ganzes Leben hinziehen sollten. Aus Naivität und dem großen Bedürfnis nach Liebe und Zuneigung schlidderte sie verfrüht in die Ehe mit einem Mann, weil ein Kind unterwegs war. Das zweite Kind wurde ein Jahr später geboren. Schon sehr bald mußte sie feststellen, daß ihr Mann und sie überhaupt nicht zusammenpaßten und bald gab es kaum noch eine wirklich gute Verständigung zwischen ihnen. Trotzdem versuchte sie durchzuhalten, so gut sie konnte, weil sie aus wirtschaftlichen Gründen keine andere Lösung sah; sie versuchte, ihren Kindern eine gute Mutter zu sein, ohne auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten. Erst nach mehr als fünf Jahren gelang es ihr schließlich, diese unglückliche Ehe zu beenden, die Scheidung einzureichen und sich auf eigene Beine zu stellen. Die Kinder wurden ihr zugesprochen. Dieser sehr hoffnungsvolle und glückliche Neuanfang als alleinerziehende Mutter sollte aber leider nur zwei Jahre andauern, weil dann der Vater der Kinder versuchte, per Gerichtsbeschluß die Übertragung des Sorgerechtes zu beantragen, was ihm aufgrund der Gesamtumstände schließlich auch gelang. Mit dieser erzwungenen und frühen Trennung von ihren Kindern konnte Barbara F. lange nicht zurechtkommen und sie sollte ihr auch in späteren Jahren noch großen Kummer bereiten. Im Gegensatz zu heute war damals eine Frau, deren Kinder nicht bei ihr lebten, wie stigmatisiert.

Aus Verzweiflung über den Verlust der geliebten Kinder verließ sie Deutschland und folgte ihrem Freund nach Toulouse in Südfrankreich, wo sie dann beide in der Luftfahrtbranche tätig waren. An der Seite dieses späteren zweiten Ehemannes verbrachte sie schöne und glückliche Jahre, denn er gab ihr all die Liebe und Zärtlichkeit, auf die sie so lange hatte verzichten müssen. Er war die große Liebe ihres Lebens, in die sie aufgrund Ihrer Vorgeschichte möglicherweise etwas zu viel an Gefühlen projizierte. Dunkle Wolken sollten am Horizont auftauchen, als ihr Mann eines Tages unzufrieden wurde und seinen Job als Pilot in großer Selbstüberschätzung aufs Spiel setzte, woraufhin er durch die daraus entstandenen unglücklichen Umstände nach zwölf Jahren Frankreichaufenthalt gezwungen wurde, nach Deutschland zurückzukehren. Der Neuanfang in Deutschland gestaltete sich für das Paar leider in jeder Hinsicht als unsicher und schwer. Auf einmal waren die glücklichen Jahre einer unbeschwerten und glücklichen Beziehung vorüber. Die Ehe wurde schwer belastet und sie fing schnell an, aus dem Ruder zu laufen – besonders durch die ständige Unzufriedenheit des Ehemannes mit seiner Jobsituation, aber auch aufgrund seines nun plötzlich sehr rücksichtslosen Verhaltens seiner Frau gegenüber und der vielen Liebesabenteuer, auf die er sich jetzt ganz selbstverständlich einließ, um seinen Frust im Berufsleben zu kompensieren. Barbara F. ließ sich jahrelang in schlimmer Weise demütigen, weil sie nicht glauben und akzeptieren wollte, daß auch diese zweite Ehe keinen Bestand hatte. Zu groß war die aus ihrer Kindheit resultierende Verlustangst. Selbst als sie von ihrem Arbeitgeber noch einmal für drei Jahre nach Frankreich geschickt wurde - was vorübergehend zu einer Ehe auf Abstand führte - änderte dies nichts mehr an der Situation, obwohl es eine Zeit der Besinnung hätte sein können. Ihr Mann machte hierzu aber keinerlei Anstrengungen.

Als sie nach diesem zweiten Frankreichaufenthalt wieder endgültig nach Deutschland zurückkehrte, gelang es ihr nun endlich doch – durch ein paar Erfahrungen und nach langem Nachdenken etwas klüger geworden - sich von der großen Liebe ihres Lebens zu lösen, obwohl diese nun definitive Trennung von ihrem Mann auch jetzt noch sehr emotional verlief. Mit 54 Jahren begann sie, ein Leben als Alleinstehende mit all seinen Nachteilen, aber auch all den Vorteilen, die diese Situation mit sich bringt, zu akzeptieren.

In Frankreich hatte Barbara F. mit 33 Jahren den Privatpilotenschein erworben, um das Hobby ihres Mannes mit ihm teilen zu können und sehr schnell war die Fliegerei zu ihrer großen Leidenschaft geworden; diese verstärkte sich insbesondere dann noch, als ihr Privatleben so schwer belastet wurde. Als sie ihr Leben als Single antrat, durfte sie erfahren, daß ihr diese Leidenschaft zu einem ganz großen Halt geworden war und daß man auch ohne Ehemann und Partner Flugreisen in eigener Regie machen konnte. Sie fing an, große Flugabenteuer zu bestehen. Siebenmal nahm sie an der längsten Flugrallye der Welt von Frankreich durch die Sahara in den Senegal und zurück teil, sie flog im westlichen Kanada durch den Yukon bis ans nördliche Eismeer und machte zwei Wochen lang Australien mit einem kleinen Cessna unsicher.

Zum Höhepunkt wurden aber zwei Monate Aufenthalt bei den Afrikamissionaren „Weiße Väter“ im von Ruandasoldaten besetzten Ostkongo, wo sie auf einer zweimotorigen Partenavia Versorgungsflüge in Savanne und Urwald machte.

Im Anhang beschreibt sie ihre Faszination vom Fliegen und schildert einige ihrer außergewöhnlichen Flugabenteuer.


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Autor

Barbara Friedenberg, geb. 27.05.41. Sekretärin/Sachbearbeiterin. 1. Ehe, zwei Kinder; Scheidung mit Sorgerecht. Später erzwungenes Sorgerecht durch Vater. 2. Ehe: Leben in Frankreich. Aus verschiedenen Gründen Rückkehr nach Deutschland. Leider ging auch die zweite Ehe nicht gut. Endgültige Trennung mit 54 Jahren.

Mit 33 Jahren wurde Barbara Friedenberg in Frankreich Privatpilotin. Dieses Hobby wurde ihre große Leidenschaft, insbesondere dann, als ihr Privatleben sehr belastet wurde. Sie engagierte sich in der „Vereinigung Deutscher Pilotinnen e.V.“, wurde deren Auslandsreferentin und somit Mitglied in der „FEWP“ (Federation of European Women Pilots)“, und fing an, an großen Flugrallies teilzunehmen und außergewöhnliche Flugreisen zu machen, über die sie einige Berichte schrieb. Zweimal wurde sie während der Rallye durch ein FS-Team begleitetet und veröffentlichten FS-Reportagen, die auch zur Teilnahme an einer bekannten Talkshow führte. Im Jahr 2005 wurde Barbara F. zu ihrer Überraschung in den berühmten und elitären Traditionsverein der „Alten Adler“ aufgenommen, eine große Ehre für ihre Leistungen in der Luftfahrt.


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Buch
  

Regen, Sturm und Sonnenschein

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Roman



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Ein Leben mit Turbulenzen
Barbara Friedenberg
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ISBN: 3-938623-59-4
Buch:  454 Seiten
Preis: 
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