Der „arbeitswütende“ Kriminalkommissar Harry Flinkvick soll die Ermordung von Klaus Quaale, Bruder seines Chefs, aufklären. Die typisch unwirsche Art des Harry Flinkvick stellt sich seinem Vorhaben jedoch boshaft entgegen. Sie setzt pausenlos zum Angriff an und beschert dem wackeren Kriminalisten jede Menge Kummer auf dem ohnehin sehr steinigen Ermittlungsweg. Nur mühselig kämpft sich unser Romanheld aus einem Fettnapf, um mit unbegründetem, schier fahrlässigem Handeln ins nächste ‚Fettfaß’ hinein zu stürzen. Der Kommissar verbringt ungewollt viel Zeit damit, seine krassen Mißgeschicke wieder zu bereinigen. Dabei ist er stets gefährdet, sein eigentliches Ziel, nämlich die Überführung des Täters, aus den Augen zu verlieren.

   Das stets überstürzte, aufbrausende, unüberlegte, naive, geniale, brutale, sture, aus dem Bauch heraus kombinierende, lästernde, männliche Auftreten bringt Kommissar Flinkvick von seiner Leserschar her beträchtliche Sympathien und Lobeshymnen ein. Wie bitte? Das kannst Du Dir beim besten Willen nicht vorstellen? LIES!!!

   Hanspepe hat in seinem Erstlingswerk einen Kommissar zum Leben erweckt, der seines Gleichen sucht!


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Autor
Sandy Jud

Ich wurde um 1975 empfangen, im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum.

Cottbus blüht in der ehemals sowjetischen Besatzungszone. Es liegt an dem kleinen Strom Spree, einhundert Kilometer südöstlich von Berlin entfernt, nahe der polnischen Grenze. Hier bekommt man die berühmte „Spreewaldgurke“ angeboten und den Quark mit „Leinöl“ serviert.

Für viele von Ihnen ist meine Heimatstadt sicher schon länger ein Begriff, durch den guten Fußball, der hier mitunter geboten wird (Wir haben zum Beispiel die Bayern mit 1:0 nach Hause geschickt – damals, in der ersten Liga!).

Mein bürgerlicher Name lautet René Förster. Mit dem Vornamen war ich nie so recht zufrieden! „Der klingt doch schwul!“ – dachte ich immer. Doch wenn ich bedenke, dass mich mein Vater gern ‚Jackomo’ genannt hätte, bin ich doch eigentlich überglücklich! „Omo! Jack Omo!“

Mit Freude darf ich berichten, dass ich eine tolle Kindheit erleben durfte! Keine Schläge oder Misshandlungen und dennoch haben mich meine Eltern dazu bewegen können, ihnen gegenüber einen gehörigen Respekt aufzubauen, der mir auch stets ein echt schlechtes Gewissen bescherte und beschert, wenn ich mal ‚Scheiße’ baute und baue.

Meine Schulzeit verlief recht unattraktiv. Ich war relativ brav, ein guter Schüler. Nur selten konnten meine Eltern negative Zeilen im ‚Mitteilungsheft’ erblicken.

   Das wahrscheinlich Schlimmste und mit Abstand Gemeinste, was ich in meinem zehnjährigen Schulaufenthalt verbrochen habe, geschah in der achten Klasse. Ich muß Ihnen an dieser Stelle den Sachverhalt kurz schildern! Es ist mir wichtig! Vielleicht hilft es mir ja ein wenig bei der Verarbeitung des Geschehenen und vielleicht kann ich dann endlich wieder ein unbeschwertes, ein geordnetes Leben führen!

   Es war ein wunderschöner Frühlingsmorgen. Die Vögelei zwitscherte lieblichst. Meine Klassenkameraden waren allesamt tierisch aufgeregt. Der alljährliche Altstoffsammelwettbewerb stand auf dem Programm. Jeder brachte etwas ‚Müll’ mit! Die angeschleppte Menge reichte jedoch nicht ganz zum Tagessieg! Vermutlich entschied mein Altstoffbeutel über die Niederlage, er war nämlich nicht zugegen! Ich hatte im Vorfeld nichts von der Aktion mitbekommen und glänzte somit mit Nichtteilnahme! Noch heute verfolgen mich, in schwersten Alpträumen, die verheulten, enttäuschten Gesichter meiner Klassenkameraden. Bitte verzeiht mir!

   Meine turnerische Begabung (ich will sie mal so nennen) verhalf mir zu einem zwischenzeitlichen, dreieinhalbjährigen Ausflug an die ‚KJS’-Cottbus (Kinder- und Jugendsportschule Cottbus). Er dauerte von der vierten bis zur siebenten Klasse. Ich war mäßig gut, dafür zu groß und viel zu schwer. Die Trainer lachten immer, wenn ‚der Klops’ wieder auf die Waage musste. Für die Psyche eines elfjährigen Kindes ein Schlag ins Gesicht. Zumal ich nicht dick war! Aber egal, der eigentliche Grund für mein Ausscheiden aus dem Leistungssport war der Fakt, dass sich in meinem Kopf Angst eingenistet hatte. Die Übungen wurden von Tag zu Tag gefährlicher. Und jedes Mal musste man sich überwinden, irgendeinen neuen ‚Dreck’ zu erlernen! Ich war insgeheim froh, als mir meine Eltern die Nachricht überbrachten, dass ich wieder nach Hause komme.

   So langsam hakte ich das Kapitel Turnsport ab und wechselte zum Fußball, einer Sportart, die mir auch heute noch, mit dreißig Jahren, viel Spaß und Freude bereitet.

   Seit Beendigung der zehnten Klasse treibe ich als Handwerker mein Unwesen. Egal, ob Ihre Heizung defekt ist oder Sie Ihr Haus mit einer Lüftungs- oder einer Klimaanlage ausrüsten wollen! Vielleicht ist auch einfach nur Ihr Klo verstopft! Der Meister wird’s schon richten!

Da die Löhne hier im Osten die Kotzgrenze akut reizen, suche ich seit langem krampfhaft einen Weg, meine angespannte finanzielle Lage zu verbessern.

   Als Erstes, das liegt mittlerweile etwa sieben Jahre zurück, entwickelte ich ein Gesellschaftsspiel. Es ist mir äußerst gut gelungen, umso erstaunlicher der Fakt, dass es kein Spielverlag haben will!

   Der nächste Gedanke war das Herausbringen eines ‚Bestsellers’. Schnell mal ein paar Zeilen gekrakelt und dann aber schnell her mit der ‚Kohle’! Das sich das Schreiben eines Buches tatsächlich zu einem leidenschaftlichen Hobby entwickeln würde, hätte ich niemals für möglich gehalten! Dazu muß ich natürlich auch sagen, wer nicht gern schreibt, bringt auch kein Buch heraus, niemals! Das ist mir schnell klar geworden!

(Den Abschnitt über meine glückliche Kindheit widerrufe ich natürlich sofort, falls ich irgendwann mal wegen eines groben Deliktes vor Gericht stehen sollte!)

Ich verbleibe vorerst mit den freundlichsten Grüßen

Ihr Hanspepe


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Buch
  

Ermittlung auf Irrwegen

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Roman



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Hanspepe
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ISBN: 3-938623-37-3
Buch:  197 Seiten
Preis: 
inkl. MwSt 
11,90€