Sieben Tage waren nicht genug, ist ein politischer Roman der eine Regierungskrise und den drohenden Sturz in Deutschland ab März 2004 beschreibt. Die Romanfigur Sven Bertone hat mit seinen Freunden eine Internetseite initiiert und via Netzt einen unabhängigen TED eingerichtet. Sie suchen auf politisch brisante Fragen Antworten und erhalten ein sozialkritisches, sogar schonungsloses Umfrageergebnis. Dabei gibt es kein Ost West Gefälle, sondern nur die einheitlichen Sorgen aller Deutschen. Bertone hat die Interessenten für eine wirkliche Reform, nach den Leitgedanken der Freien Reform Partei, aufgefordert, Ihre Stimme in die Liste der Umfrage einzutragen. Nach und nach wird die Seite öfter aufgerufen und die Zahl der imaginären Wahlstimmen steigt in ansehnlicher Höhe. Bei der magischen Zahl, die sich die Initiatoren gesetzt haben, wollen Sie einen Weg finden, diesen Willen auch durchzusetzen. Bereits mit den ersten Bemühungen zur Strukturierung einer freien Vereinigung wird Bertone und sein engster Mitarbeiter Mirco Stahl durch die Staatsmacht und den Medien überwacht und genutzt. Mit viel Glück und dem sehr engen Spielraum der Polizei, kann die neue Partei die nötige Zeit gewinnen und das Debakel im Bundestag für den eisernen, eigenen Plan nutzen.
Seit Wochen ist die Stimmung auch unter den Parteien im Bundestag völlig zerstritten. Die Agenda und sämtliche Neuerungen der SPD und Grüne haben keine Bedeutung für den deutschen Aufschwung gezeigt. Ein Aufschwung, so sehr er gebraucht wird, ist nicht wirklich in Sicht. Die finanzielle Lage ist mehr als verfahren und das Barometer für das politische Interesse im Volk ist im bodenlosen Abgrund versunken. Es ist nur noch eine Frage von Wochen, bis es die ersten Montagsdemonstrationen gibt. Unbeirrt der Lage erhebt der Bundeskanzler und seine vom Volk gewählte Partei, zur Durchsetzung weiterer Neuerungen und Reförmchen, die Kanzler- und Vertrauensfrage und verliert. Das Angebot des Bundespräsidenten für eine Übernahme der Regierung am gleichen Tag durch die CDU wird durch die Vertreter dieser Partei jedoch abgelehnt. Zwar wolle man die Macht, aber jetzt den Karren aus dem Dreck ziehen, kann Jahre dauern und der Erfolg kann dann nicht nachhaltig genutzt werden. Die deutsche Regierung löst sich im Chaos auf und Bertone nutzt seine Chance.
Der Coup der Übernahme funktioniert und die FRP wird für sechs Wochen vom Bundespräsi-denten eingesetzt. Schon in der ersten Woche wird eine komplette Regierung aus den ver-meintlich besten deutschen Politiker einberufen und die Reformpakete vorgestellt. Mit Hilfe viele Freunde und auch alter öffentlich bekannter Personen werden die Neuerungen ent-sprechend den zuständigen Ministerien vorbereitet, abgestimmt und durch die einzigste Partei im Bundestag, halb demokratisch verabschiedet. Es greifen richtige klare Reformen zur Bildung, der Arbeit und Rente, der Sozialpolitik, der Steuer und der Zuwanderung. Kein Bereich bleibt wirklich verschont. Nur Tage vergehen, bis der DAX die Arbeit des Neuen bestätigt. Durch die wichtigste Reform, der Verkleinerung des Bundestages und -rates, der Verringerung der Gelder für aktive und passive Politiker bekommt die Partei starke Symphatien aus der Bevölkerung und der Bundespräsident ratifiziert die Reformen, in der Hoffnung als letzte große Tat, etwas Gutes vollbracht zu haben.
In den sechs Wochen laufen die Wahlvorbereitung alle anderen alten Parteien auf Hoch-touren. Sie haben sich zusammengefunden und eine mächtige Allianz gegründet. Mit den üblichen Dingen und einem riesigen, nie da gewesenen Budget wird ein einseitiger, höchst penetranter Wahlkampf geführt. Um die Fiktion zu erhalten verliert Bertone nicht die Bundestagswahl, aber die externe Kanzlerfrage danach, durch eine Stimme aus den eigenen Reihen. Die Führung der FRP wird nach der endgültigen Wahl, anonym des Putsches und des Landesverrates angezeigt und vorläufig festgenommen. Durch die brillante innerdeutsche und europäische Arbeit hat der sechs Wochen Kanzler viele Freunde und Einfluss in Europa und Deutschland gewonnen. Er hat zwar die Macht verloren, kann aber durch unerwarteter Hilfe als freier Mann gehen.
Olaf von Steinhagen, geboren 1972 in Berlin, lebt als Angestellter, Jungunternehmer und Autor in seiner Geburtsstadt an der Spree. Der politische Roman „Sieben Tage waren nicht genug“ (2005) ist das erste Werk des jungen Schriftstellers.
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Sieben Tage waren nicht genug
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Olaf von Steinhagen ![]() ISBN: 3-938623-11-X
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